Verein und Satzung

Was ist ein Verein?

 

Deutsche Vereine sind für alle Menschen offen.

 

Ein Verein ist eine rechtliche Interessen-gemeinschaft, welche einer bestimmten Organisation unterliegt, die in der Satzung, also der Verfassung eines Vereins, fest-gelegt ist. Die Satzung des Vereins wird in das Vereinsregister beim zuständigen Amtsgericht eingetragen. Der Verein ist dann ein eingetragener Verein (e.V.), der rechtlichen Bestimmungen unterliegt.


Was regelt die Satzung?

  • Mitgliedschaft - Der Beginn und das Ende der Mitgliedschaft sowie das Verfahren zum Ausschluss von Mitgliedern werden geregelt.
  • Rechte und Pflichten - Jedes Mitglied hat das Recht, zur Bewirtschaftung eines Kleingartens, zur Teilnahme an Vereinsveranstaltungen und zur Nutzung von Vereinseinrichtungen und Geräten.

    Als Mitglied haben Sie die Pflicht, die von der Mitgliederversammlung festgelegten Beiträge und Umlagen fristgerecht zu bezahlen und die festgelegte Anzahl von Gemeinschaftsstunden zu leisten. Sie verpflichten sich ebenfalls, die Bestimmungen der Gartenordnung und des Pachtvertrages zu befolgen.
  • Vereinsführung - Ein Verein wird durch den Vorstand, d.h. durch den 1. Vorsitzenden, seinem Stellvertreter und weiteren Vorstandsmitgliedern (aber mindestens zwei Personen), vertreten. Der Vorstand wird von den Mitgliedern des Vereins gewählt.
  •  Vereinsversammlungen - Der Vorstand informiert Sie hier über die aktuelle Situation im Kleingärtner-verein. Sie können Ihre Fragen stellen oder auch Vorschläge für Veränderungen, Aktivitäten usw. machen. Auf den Versammlungen wird über die Höhe des Mitgliedsbeitrags, die Anzahl der Gemeinschaftsstunden und die Gestaltung und Pflege der gesamten Kleingartenanlage beschlossen. Sie haben ebenso die Möglichkeit, sich für verschiedene Ämter, die für das Vereinsleben notwendig sind zu bewerben.

    Also gehen Sie zu den Vereinsversammlungen, und Sie werden über alles Wichtige im Verein informiert!
  • Vereinsgemeinschaft - Die Teilnahme am Vereinsleben ist nicht Pflicht. Doch wenn Sie sich entschlossen haben, einem Kleingärtnerverein beizutreten, ist es gut, wenn Sie in der Gemeinschaft nicht allein bleiben. Reden Sie mit anderen Gartenfreundinnen und -freunden, um Erfahrungen auszutauschen. Es hat sich gezeigt, dass das Zusammen-leben vieler Menschen unter-schiedlicher Nationalitäten umso einfacher und schöner wird, je mehr sie voneinander wissen.

Sie pachten einen Kleingarten, dabei ist einiges zu beachten:

  • Eine einmalige Abstandszahlung für Laube und Anpflanzungen an den Vorpächter. Der Preis richtet sich nach Größe und Zustand des Gartens und der Laube und wird durch Bewerter des Verbandes ermittelt. Wenn Sie den Garten später wieder aufgeben, erhalten Sie einen durch erneute Bewertung ermittelten Preis vom Nachpächter.
  • Die jährliche Pacht ist lokal/regional unterschiedlich und durch das Bundeskleingartengesetz (BKleinG) begrenzt.
  • Der mögliche Abschluss einer Feuer-, Einbruch- und Diebstahlversicherung (freiwillig).
  • Im ersten Jahr haben Sie als Folge der Gartenübernahme die höchsten Kosten. In den Jahren danach sind es dann in Abhängigkeit vom Zustand und Nutzung von Garten und Laube weniger.
  • Die Nutzung des Kleingartens wird durch einen Pachtvertrag, den Sie mit dem Verein oder Bezirksverband als Generalpächter abschließen und die Gartenordnung geregelt. Als Pächter Ihrer Kleingartenparzelle haben Sie das Recht, Ihren Garten unbefristet zu nutzen. Sie dürfen ihn nach eigenen Vorstellungen gestalten, dürfen Bäume und Büsche pflanzen, umsetzen und entfernen - aber es sind einige Dinge zu beachten.