Gartenfachberatung


Heidemarie Günther, Tel. 0511/699311


Zecken in Gärten

Begegnen Ihnen Zecken in Ihrem Garten?

Wir möchten herausfinden warum.

Welche Lebensräume nutzen Zecken in Gärten?

Wissen über das Vorkommen von Zecken im städtischen Raum kann helfen, Strategien zu ihrer Bekämpfung zu entwickeln.

Wir, die Technische Universität Braunschweig, suchen Gärten, in denen wir die Aktivität von Zecken über einen längeren Zeitraum beobachten können, um die Bedingungen zu erfassen, die ihnen das Leben in der städtischen Umwelt ermöglichen

 

Wer Interesse hat die Forschung zu unterstützen, indem er Zugang zum Garten gestattet, melde sich bei der Ansprechpartnerin unserer Fachberaterin:

Frau Heidemarie Günther F.:0511 699311oder Handy 0170 8677009

 

 

 

Die Fachberatung in unserem Kleingärtnerverein

Schön, dass Sie die Seite der Fachberatung besuchen.

Meine ehrenamtliche Tätigkeit sehe ich in der Beratung der Pächterinnen und Pächter im Verein über die Nutzungsmöglichkeiten im Kleingarten, wie es auch in der Satzung unseres Vereins steht. Dabei ist es für mich und die anderen Fachberaterinnen und Fachberater ganz natürlich, die Bestimmungen des Pachtvertrages und der Gartenordnung nicht außeracht zu lassen. Das Wichtigste erscheint mir aber immer, wenn jeder in seinem Garten zufrieden mit seinen Blumen, seinem Gemüse, seinem Obst an Sträuchern und Bäumen ist, ja auch an seinem Rasen Gefallen und Freude findet.

Bisher habe ich mit meinen mündlichen Tipps vielen weiter helfen können. Nachdem unser Vorstand entschieden hat, auch "moderne" Medien zu nutzen, will ich hier einige Tipps zum Gärtnern geben und auch Verlinkungen zu Adressen, wo man mehr erfahren kann. Für mich ist aber das persönliche Gespräch vor Ort sehr wichtig, um ein entstandenes Problem zu lösen oder ihm vorzubeugen..

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich könnte jetzt viele Seiten mit aktuellen Informationen füllen, was aktuell im Kleingarten anliegt. Doch was nützt das? So will ich mich beschränken auf:

 

Monilia an den Sauerkirchbäumen,
Erdbeeren im Kleingarten.

 

Zur Monilia:

Es gibt sie zum Glück noch sehr zahlreich, die Sauerkirchen im Kleingarten. Viele Gartenfreundinnen und Gartenfreunde zittern aber schon, geht die Plage der Monilia in diesem Jahr an mir vorüber oder sterben viele blütentragende Zweige wieder ab? Monilia wird in die offene Blüte übertragen und ist eine Pilzerkrankung. Man kann dem Pilz mit geeigneten Mitteln vorbeugen. Nun habe ich mit mehreren Behandlungen mit Fungiziden schon Erfolg gehabt. Nur mit mehreren Spritzungen, unmittelbar vor der Blüte und in die offene Blüte, kann man das Eindringen der Pilzsporen verhindern. Wichtig sind aber Schnittmaßnahmen direkt nach der Ernte! Eine luftige Baumkrone oder eine Spindelerziehung bieten wenig Angriffspunkte für den Pilz. Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat unter der Internetadresse www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/obst eine Informationsplattform eingestellt, von der Sie weitere Informationen erhalten. Mein Tipp: Folgen Sie dem Link und legen sich die Adresse unter Favoriten ab, dann können Sie immer wieder auf den Katalog zurückgreifen, ohne viele Seiten Papier zu drucken.

 

Die Erdbeeren
sind mit die verführerischsten Früchte im Garten zum naschen, aber auch für den einen oder anderen Kuchen. In der früheren DDR mussten die Kleingärtner eine bestimmte Fläche mit Erdbeeren im Bereich Gemüseland pflanzen. Die Erdbeeren zählen botanisch nicht zu den Beeren, sondern zu den Rosengewächsen. Nur, nach einigen Jahren werden die Früchte kleiner und kleiner. Da heißt es Abhilfe schaffen: Alle zwei Jahre pflanzt man auf einer unkrautfreien Fläche neu. Dazu kann mann kräftige Ableger (Ausläufer) aus dem bestehenden Beet entnehmen. Es gibt aber auch immer wieder neue Sorten. Sehen Sie im Internet nach unter www.Gartenfreunde.de/gartenpraxis/obst/Einzelbeiträge. Dort erfahren Sie mehr über diese Köstlichkeiten.

Ihre

Heidemarie Günther

Ich würde noch ein Bäumchen im Kleingarten pflanzen

  

Noch ist es draußen kalt sowie nass und wir denken noch nicht allzu viel an unser Paradies, den Kleingarten. Doch sollten wir schon darüber nachdenken, was wir dort tun wollen. Wenn ich durch die Kolonien gehe, sehe ich nur wenige junge Bäume. Die Gartenfreundinnen und Gartenfreunde erklären mir auf meine Frage, warum kein Apfelbaum im Garten steht: "Mein Nachbar hat einen großen Baum, aber im Herbst keine Äpfel. Außerdem dauert es doch viele Jahre, bis es etwas zu ernten gibt."

 

Nun kann das mit der fehlenden Ernte einige Gründe haben: War in der Blütezeit für die Bienen die Möglichkeit gegeben, die Blüten zu besuchen um die Befruchtung vorzunehmen oder war es so kalt, dass keine Bienen zu sehen waren? Steht überhaupt in der Nähe eine andere Sorte, die als Befruchter für diese Sorte geeignet ist? Ein Klarapfel ist als Pollenspender für fast alle anderen geeignet. Das ist erst einmal zu klären, bevor man Axt und Säge einsetzt, um den Baum zu beseitigen.

 

Dazu kommt die richtige Pflege der Bäume. Erfahrene Nachbarn und die Gartenfachberater werden Ihnen bestimmt behilflich sein.

 

Nun etwas zu den großen Bäumen: Als unsere Gärten so um die 650 m² groß waren, war Platz für sogenannte Hochstämme. Heute pflanzt man schwachwüchsige Obstbäume, die bereits nach zwei, drei Jahren Früchte tragen. Viele Baumschulen haben sich auch dem Problem Befruchtung angenommen, indem sie mehrere Sorten auf einem Baum veredelt haben. Darüber hinaus hat das den Vorteil, je nach Reifezeit über frisches Obst zu verfügen und man hat kein Problem mit der Lagerung. Diese Mehrsorten-Bäume gibt es auch als Birnen, Kirschen und Pflaumen. Fragen Sie einfach in einer gut sortierten Baumschule. Aus Gründen des Wettbewerbs darf ich hier keine empfehlen.

 

Mehr zu dem heutigen Thema finden Sie unter

 http://www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/gartenkalender/kalender_obstgarten 

 

Ihre

Heidemarie Günther

 

Zwiebeln und Möhren:

Es soll ja keine zentnerschwere Ernten geben; für den eigenen Haushalt sollte es aber fast reichen. Da ist es besonders für die "Anfänger" schon frustrierend zu erleben, wenn die mit Elan und Mühe gesäten Möhren und gesteckten Zwiebeln auf ihren Beeten kümmerlich wachsen oder gar verwelken.

Begeben wir uns zur Erforschung der Ursachen: Die Natur hat viele Lebewesen erschaffen und für deren Ernährung gesorgt, die uns Menschen bei konzentriertem auftreten aber stören. So ist es mit den Möhren- und Zwiebelfliegen.

Die Möhrenfliege oder Karottenfliege (Chamaepsila rosae) ist eine Nacktfliege. Sie ist in Karotten der wichtigste Schädling, der zu Totalausfall führen kann. Die Fliege überwintert als Puppe (Tönnchen) in einer Tiefe von 5 bis 8 cm im Boden. Nach der Überwinterung schlüpfen die geflügelten Tiere und suchen windstille Stellen in Hecken und Büschen auf. Dort ernähren sie sich und fliegen als erste Generation im April bis Mai auf Beete mit Wirtspflanzen wie Karotten ein.

Die Zwiebelfliege (Delia antiqua) legt die Eier in junge Zwiebeln nach dem Schlupf aus den Puppen, die überwintert haben. Die Larven fressen in den Stängeln und Zwiebeln und wandern auch auf neue Pflanzen über; die Larven der zweiten und wahrscheinlich auch der dritten Generation fressen in den ausgewachsenen Zwiebeln

Wie kann man die Ernte retten? Wenn Sie in eine Samenfachhandlung gehen, wird man Ihnen sicherlich eines der vielen "Bekämpfungsmittel" verkaufen. Tricksen wir doch einmal mit der Natur: Die Möhrenfliege mag nun einmal keine Zwiebel und die Zwiebelfliege keine Möhren. Sähen wir auf einem Beet abwechselnd eine Reihe Möhren und stecken eine Reihe Zwiebeln, haben wir die Natur mit ihren eigenen Mitteln geschlagen.

Mehr gibt es unter 

www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/pflanzenschutz/schaedlinge/

schutzvormoehrenfliege/  

 

Ich hoffe, dass bei dieser Anbauweise Sie reichlich Möhren und Zwiebeln ernten.

Ihre

Heidemarie Günther